Was ist FenKid?

 

FenKid steht für "die frühe Entwicklung des Kindes begleiten". Das Konzept wurde 1997 von einem interdisziplinären Team in der Beratungsstelle für Natürliche Geburt und Elternsein e.V. in München entwickelt.

 

FenKid ist ein Konzept zur Eltern-Kind-Begleitung in Gruppen, das (junge) Eltern darin unterstützt, die Bewegungs- und Persönlichkeitsentwicklung des Kindes zu verstehen, um feinfühlig darauf einzugehen.

 

Fenkid orientiert sich an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und stützt sich auf bedeutende pädagogische Konzepte:

 

* Maria Montessori                                    "Hilf mir, es selbst zu tun".

* Emmi Pikler                                                 "Lass mir Zeit",

* Elfriede Hengstenberg                         "Körperbewusstsein ist Selbstbewusstsein".

* Jesper Juul                                                     "Beziehung statt Erziehung"

 

 

 Was heißt das konkret für euch und euer Kind?

 

Die Hauptrolle im FenKid-Kurs spielt euer Kind mit seinen entwicklungsspezifischen Bedürfnissen. Gleichzeitig ermöglicht euch das Konzept ein achtsames und behutsam angeleitetes Zusammensein mit eurem Kind.

 

 

Wie sieht ein FenKid-Kurs aus?

 

Eine FenKid-Gruppe hat eine maximale Größe von 8 Müttern/Vätern mit ihren Kindern im Alter von ab 3 Monaten bis drei Jahre, wobei eine Gruppe immer Kinder etwa gleichen Alters zusammenfasst.

 

Jeder Kurs umfasst in der Regel 10 Termine mit einem Treffen pro Woche. Die Treffen dauern jeweils 75 Minuten.

 

Jede FenKid-Kursstunde hat eine feste Struktur. Zu Beginn wird jedes Kind mit einem Lied begrüßt, die Eltern tauschen sich aus über den Entwicklungstand des Kindes und seine momentanen Bedürfnisse.

 

Im Mittelpunkt jeder FenKid-Kursstunde steht die Phase der achtsamen Beobachtung. Dabei ziehen sich die Eltern aus dem aktiven Spiel mit dem Kind zurück. in dieser "Auszeit vom Alltag" können die Eltern das Wesen ihres Kindes,seine aktuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten aus einer anderen Perspektive intensiv erfahren.

Im Anschluss an die Phase des achtsamen Beobachtens folgt eine Gesprächsrunde, in der die Eltern über ihre Beobachtungen berichten und sich austauschen.

Darüber hinaus gibt es einen geleiteten Austausch zu Themen des Elternseins sowie Impulsvorträge zu aktuellen Fragen. 

Altersgemäße Lieder, Reime, Finger - und Krabbelspiele runden jede FenKid-Kursstunde ab.

 

 

Was machen die Eltern während der achtsamen Beobachtung, wenn die Kinder "frei spielen"?

 

Im FenKid-Kurs gehört die Aufmerksamkeit der Eltern während des freien Spiels ganz ihrem Kind. Das heißt, dass die Eltern im stillen und achtsamen Beobachten wahrnehmen, was das Kind tut, wie es das Kind tut und welche "Zeichen" es dabei gibt. Dies bietet den Eltern die Chance, in ruhiger und konzentrierter Atmosphäre den Entwicklungsprozess ihres Kindes wahrzunehmen, kennen und verstehen zu lernen.

 

 

Was sind typische Themen bei den Eltern-Themenrunden im FenKid-Kurs?

 

In jeder FenKid-Kursstunde ist Zeit für Themen vorgesehen, zu denen die Eltern viele Fragen haben.

Hier einige Beispielthemen:

 

* Pflege, Ernährung, Schlafen

* die neue Lebenssituation

* Alltagsbewältigung mit Kind

* Wie kann ich mein Kind fördern?

* Wann fängt Erziehung an?

* Kann ich mein Kind zu sehr verwöhnen?

* etc.

 

 

Was lernt mein Kind in einem FenKid-Kurs?

 

FenKid ist ein Konzept für eine umfassende Entwicklungsförderung. Jedes Kind lernt von sich aus, aus eigenem Antrieb und aus eigener Kraft. Man muss es nur lassen und ihm eine angemessene, altersgemäße Umgebung sowie Sicherheit und Geborgenheit dafür schaffen. Anstatt dem Kind etwas zu lehren, sensibilisiert FenKid die Eltern für diese Aspekte. 

 

Mehr dazu unter Entwicklungsförderung durch FenKid.